Mehr vom Leben – eine Woche Korfu, vier wunderbare Frauen und eine Katze namens Lothar
Manchmal plant man ein Retreat. Und manchmal merkt man dabei, dass man eigentlich schon sein ganzes Leben lang genau das tut.
Es gibt Ideen, die trägt man eine ganze Weile mit sich herum. Sie sind irgendwie immer da, werden konkreter, werden wieder vergessen, tauchen wieder auf und verändern sich, und manche nehmen tatsächlich Gestalt an. Denn manchmal kommt dieser Moment im Leben, in dem man nicht mehr nur darüber nachdenkt, sondern es einfach macht.
So war das mit meinem ersten EmpowHERment Retreat auf Korfu.
Eine Woche mit Frauen, die Lust auf mehr vom Leben haben. Auf neue Perspektiven, auf Austausch, auf Inspiration. Auf eine Auszeit vom Alltag, auf Meer, Sonne und gutes Essen. Und natürlich auch darauf, sich selbst ein bisschen näherzukommen.
Dass daraus eine wunderbare Woche werden würde, hatte ich gehofft. Aber was dann tatsächlich passiert ist, hat mich noch einmal auf eine ganz andere Weise sehr berührt.
Wenn du ungeduldig bist: Die Warteliste für 2027 ist übrigens schon geöffnet. Es gibt nur 8 Plätze. Trag dich daher gerne unverbindlich schon mal hier ein:
Wie aus einer Idee ein Retreat wurde
Die Idee, Frauen zusammenzubringen und sie zu bestärken, begleitet mich schon lange. Als Stärkencoach hatte ich mit meiner sogenannten Empower-Hour bereits ein Format, in dem ich Frauen ermutigt und inspiriert hatte. Irgendwann wurde daraus der Gedanke, das Ganze nicht nur für eine Stunde, sondern zusammen mit all meinem Wissen und meinen Erfahrungen gleich für mehrere Tage zu gestalten. Und am liebsten dort, wo ich seit über 15 Jahren am liebsten bin: auf Korfu.
Zunächst suchte ich vor Ort nach einem passenden Raum. Der erste Raum war schnell gefunden. Aber wie das Leben so spielt, sollte es der dann aber doch nicht sein. Ich musste neu suchen. Und dann kam die Idee mit der Villa ins Spiel.
Warum eigentlich eine Villa? Weil ich wollte, dass sich die Frauen etwas gönnen. Dass sie sich erlauben, aus dem Alltag auszusteigen und sich selbst einmal an die erste Stelle in ihrem Leben zu setzen. Nicht nur ein Bett für die Nacht buchen und an einem Workshop teilnehmen, sondern an einem Ort sein, an dem man sich wohl fühlt, durchatmen kann und gern zusammenkommt.
So entstand auch das Motto „Meer vom Leben“.
Und das Meer spielt dabei natürlich ebenfalls eine Rolle. Denn manchmal braucht es gar nicht so viel, um wieder zu spüren, dass da noch mehr ist als der ganz normale Alltag zwischen Arbeit, Verpflichtungen und To-do-Listen.
Als ich schließlich mit meinem großen Koffer, meinen Workbooks, Workshopmaterialien und einer Musikbox auf Korfu ankam, war ich ziemlich aufgeregt. Normalerweise reise ich mit Handgepäck. Diesmal hatte ich aber etwas mehr vor.
Und natürlich lief auch nicht alles von Anfang an ganz glatt. Bei meiner eigenen Unterkunft für die Tage vor dem Retreat hatte ich etwas durcheinandergebracht und bin auch ohne explizite Buchungsbestätigung dort eingetroffen. Meine Reservierung gab es nicht. Upsi. Kurzzeitig war ich deshalb ziemlich nervös.
Ein Telefonat später klappte es aber dennoch. Wie so oft.
Es klappt einfach immer. Manchmal halt erst, nachdem man kurz gedacht hat, dass es eben nicht klappt.
So richtig real wurde es dann am Samstag. Ich war die Erste in der Villa und wartete auf die Teilnehmerinnen. Die Villa war wunderschön, das Wetter spielte mit – und plötzlich stand ich da und dachte: Oh Gott, jetzt geht’s los!



Frühstück mit Meerblick und Workshops mit Katzenbesuch
Unser Alltag in dieser Woche hatte einen ziemlich angenehmen Rhythmus.
Morgens erst einmal in Ruhe wach werden, vielleicht einen Kaffee in der Villa trinken und dann gegen zehn Uhr auf zu Ina’s Café. Dort wartete unser reservierter Tisch mit Meerblick und einem wirklich leckeren Frühstück. Eine Stunde genießen, quatschen, in den Tag starten.
Danach ging es zu Fuß zurück zur Villa. Zehn Minuten bergauf, ein bisschen Bewegung musste schließlich auch sein.
Und dann wurde gearbeitet.
Wir haben uns mit unseren Werten beschäftigt, mit den eigenen Stärken, mit Interessen, die vielleicht irgendwann im Alltag untergegangen sind. Wir haben überlegt, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten, Ideen miteinander kombiniert und uns gefragt, wie die eigene Zukunft eigentlich aussehen darf.
Beim Future-Ich-Interview haben wir uns gedanklich schon einmal ein Stück in die Zukunft bewegt. Wie möchte ich leben? Was möchte ich ausprobieren? Was soll mehr Raum bekommen?
Das waren keine Fragen, die man mal eben zwischen zwei Terminen abhakt. Da durfte es auch tiefer gehen.
Und gleichzeitig war da immer diese Leichtigkeit.
Nach zwei bis drei Stunden Workshop war erst einmal Freizeit angesagt. Manche zog es ans Meer, andere blieben in der Sonne an der Villa liegen. Wir gingen spazieren, bummelten oder saßen einfach zusammen. Abends suchten wir uns ein Restaurant, genossen das Essen und schauten auf den Sonnenuntergang. Später gab es vielleicht noch einen Tee oder ein Glas Weißwein, und die Gespräche gingen weiter.



Genau diese Mischung hatte ich mir gewünscht: Impulse und Tiefe, aber eben auch Freizeit, Genuss, Lachen und jede Menge Raum für das, was sich ganz von selbst entwickelt.
Eine Teilnehmerin beschrieb das Programm später als „voll ausgewogen“. Eine andere fand es schlicht „einfach geil“.
Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.
Und dann war da noch unser tierischer Begleiter.
Schon relativ früh hatte uns ein sehr gut genährtes Katzenwesen entdeckt und beschlossen, dass unsere Terrasse offenbar ein guter Aufenthaltsort ist. Es setzte sich zu uns, leistete uns Gesellschaft und tauchte immer wieder auf. Beim Workshop auf der Terrasse nahm es auf Stühlen Platz und ließ sich teilweise sogar auf meinem Schoß nieder.
Wir waren uns zunächst ziemlich sicher, einen Kater vor uns zu haben. Eine Teilnehmerin dagegen war überzeugt: Das ist eine hochschwangere Katze!
Also wurde fachmännisch der Bauch begutachtet. Unser Ergebnis: eindeutig Kater.
Irgendwann erzählten uns die Nachbarn, dass es sich vermutlich um eine Katzendame handelte, die im vergangenen Jahr bereits Junge bekommen hatte.
Tja.
Dummerweise hatten wir das Tier da längst auf den Namen Lothar getauft.



Ob Lothar nun tatsächlich ein Kater oder doch eine Katzendame war, wissen wir bis heute nicht. Aber Lothar war da, Lothar leistete uns Gesellschaft und Lothar gehörte irgendwann einfach dazu.
Wenn das „Arbeiten“ ist, dann habe ich mir das ganz genau so vorgestellt. Love my job.
Wenn aus einem Impuls plötzlich Bewegung wird
Natürlich ging es bei den Workshops nicht nur um schöne Gedanken und inspirierende Gespräche. Ich wollte, dass die Frauen etwas mitnehmen, das auch nach dieser Woche weiterwirkt.
Und dann gab es diesen Moment, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist.
Zwei Teilnehmerinnen kamen nach einem Workshopteil ungefähr eine Stunde später zurück. Sie hatten bereits angefangen, Ideen umzusetzen, über die wir vorher gesprochen hatten. Sie waren ins Tun gekommen, hatten sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam überlegt, wie sie es angehen wollen.
Ich hatte einen Impuls gegeben. Was daraus entstand, lag dann ganz bei ihnen.
Und genau das war so schön zu beobachten: Diese Energie, die plötzlich da war. Diese Lust, etwas auszuprobieren. Dieses gegenseitige Bestärken, ohne dass jemand von außen ständig anschieben musste.
Die beiden waren damit nicht allein. Über die Woche konnte ich beobachten, wie die Frauen immer wieder miteinander ins Gespräch kamen, sich gegenseitig neugierig machten und begannen, sich auch für die Pläne der anderen zu interessieren.
Es wurde überlegt, wann man sich wiedersieht, wer wen besucht und wie man sich gegenseitig unterstützen könnte.
Das war für mich einer der wertvollsten Aspekte dieser Woche. Denn manchmal braucht es gar nicht die eine große Erkenntnis. Manchmal reicht ein Gespräch, ein neuer Gedanke oder eine Frau, die sagt: Mach doch! Das klingt super!
Und plötzlich wird aus einem Gedanken eine realistische Möglichkeit.
Vier Frauen, viele Geschichten und ganz viel Offenheit
Die Gruppe war für mich ein echtes Geschenk.
Vier Frauen, jede auf ihre eigene Weise besonders, und ein Miteinander, das von Anfang an erstaunlich harmonisch war. Wir waren auf Augenhöhe, haben miteinander gelacht, uns ausgetauscht und auch die tieferen Themen nicht ausgespart.
Schon vor dem Retreat hatte ich einen kleinen Moment, der mich sehr gefreut hat: Ich bekam ein Foto von zwei Teilnehmerinnen, die gemeinsam im Flugzeug saßen. Sie hatten sich schon vor der Reise miteinander verbunden und waren zusammen zum Flughafen gefahren.
Da dachte ich: Na, das läuft!
Im Laufe der Woche konnte ich beobachten, wie sich die Gespräche immer wieder neu mischten. Mal saßen zwei Frauen zusammen, mal drei, mal alle. Auf dem Weg zum Frühstück, abends auf dem Sofa oder irgendwo zwischendurch.
Jede kam mit jeder ins Gespräch. Es gab keine feste Zweierkonstellation, in der man sich ausschließlich bewegte. Die Frauen waren neugierig aufeinander, offen für unterschiedliche Geschichten und interessiert daran, was die anderen bewegte.
Und dann ist da noch Korfu selbst.
Ich kenne hier viele Menschen, teilweise schon seit 15 Jahren. Da kann es passieren, dass jemand spontan vorbeikommt, sich mit an den Tisch setzt und plötzlich noch eine weitere interessante Person Teil der Runde wird.
Genau das ist in dieser Woche passiert.
Menschen, die ich von hier kenne, kamen dazu. Es wurde geplaudert, gelacht und erzählt. Niemand brauchte eine große Vorstellung oder ein ausgeklügeltes Networking-Konzept. Man setzte sich einfach dazu und wurde aufgenommen.
Ich finde das so zauberhaft.
Denn genau so wünsche ich mir Gemeinschaft: offen, lebendig und selbstverständlich. Nicht nach dem Motto, dass alle dieselben Interessen oder Hintergründe haben müssen. Sondern weil Begegnungen interessant sein können und jeder Mensch etwas mitbringt.
Manchmal muss man dafür gar nicht viel organisieren. Man muss nur einen Raum schaffen, in dem es passieren darf.



Ich glaube, ich habe meinen Platz gefunden
Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, bin ich nicht nur stolz darauf, dass ich das Retreat organisiert und durchgeführt habe. Ich habe dabei auch etwas über mich selbst verstanden.
Und zwar etwas, das eigentlich schon lange da war.
Wenn ich an meine Geburtstage mit Anfang 20 zurückdenke, dann habe ich schon damals Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen eingeladen. Ich habe irgendwie immer die passenden Menschen zusammengebracht. Und es war immer harmonisch, lustig und interessant.
Damals hätte ich das vermutlich einfach als etwas betrachtet, das sich eben so ergibt.
Heute sehe ich es anders.
Ich habe offenbar schon immer gern Menschen zusammengebracht. Ich mag es, wenn unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinandertreffen, wenn Gespräche entstehen, wenn jemand einen Gedanken in die Runde wirft und daraus etwas Neues wächst.
Mit dem Retreat durfte ich diese Seite von mir noch einmal ganz bewusst erleben – als Gastgeberin, Initiatorin und Organisatorin. Ich habe den Rahmen geschaffen, die Frauen zusammengebracht und erlebt, wie daraus eine eigene Dynamik entstanden ist.
Und das Schönste daran: Ich musste dafür nicht jemand anderes werden.
Ich durfte einfach so sein, wie ich bin.
Natürlich habe ich auch inhaltlich viel eingebracht. Ich konnte aus meinen Erfahrungen erzählen, aus meiner systemischen Arbeit, aus meiner eigenen Auseinandersetzung mit meiner Familiengeschichte. Immer wieder entstanden daraus Impulse, die die Frauen dazu inspirierten, selbst weiterzuforschen, neue Methoden auszuprobieren oder Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Dabei wurde mir noch einmal deutlich, wie viel ich in meinem Leben bereits erlebt, gelernt und ausprobiert habe. Wie vieles davon heute zusammenkommt und für andere Menschen hilfreich sein kann.
Das hat etwas mit meinem Selbstverständnis gemacht. Mit dem Blick auf meine eigene Einzigartigkeit.
Denn genau das möchte ich auch den Frauen mitgeben: dass sie nicht erst jemand anderes werden müssen, um etwas Besonderes zu sein. Dass sie ihre eigenen Stärken, Erfahrungen und Eigenheiten entdecken und ernst nehmen dürfen. Dass sie nicht bei null anfangen müssen, wenn sie etwas verändern möchten. Sondern einfach erkennen, was sie alles mitbringen und mit einer Idee losgehen können.
Es ist nämlich meistens nicht die Frage, was wir noch alles lernen müssen, um endlich gut genug zu sein. Sondern wir dürfen einfach mal einen Blick darauf werfen, was längst da ist.
Und was daraus entstehen kann, wenn wir uns trauen, es wirklich zu leben.
Tiefgang ja. Schwere nein.
Natürlich gab es auch emotionale Momente.
Am letzten Tag wollten wir unsere Feedbackrunde eigentlich in der Villa machen. Eine Teilnehmerin hatte allerdings den Wunsch, lieber am Meer zu bleiben. Also haben wir kurzerhand umgeplant und uns an den Strand gesetzt.
Dort machten wir auch unsere Abschlussübung: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit.“
Nicht den Koffer mit den Klamotten, der dank Yiotta tatsächlich auch dicker war als bei der Anreise. Sondern den inneren Koffer. Was nehme ich aus dieser Woche mit? Welche Gedanken, welche Erkenntnisse, welche Ideen möchte ich in meinen Alltag tragen?
Danach saßen wir da und schauten aufs Meer. Ziemlich lange. Und irgendwie wollte erst einmal niemand etwas sagen.
Alle waren so versunken in ihre Gedanken, so zufrieden und gleichzeitig so beschäftigt mit dem, was sich innerlich gerade sortierte. Glückliche und beseelte Blicke wohin ich schaute. Ich hatte das Gefühl, dass jede ihren ganz eigenen Koffer vor sich stehen hatte – gut gefüllt mit Ideen, Möglichkeiten und Dingen, die jetzt vielleicht endlich mehr Raum bekommen dürfen.
Das war ein sehr bewegender Moment für mich.
Und gleichzeitig wurde in der ganzen Woche auch viel gelacht. Es gab Quatsch, spontane Einfälle und natürlich meinen inneren Kobold. Mein innerer kleiner Pumuckl, der gelegentlich hervorkommt, Unsinn macht und mich daran erinnert, mich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.
Ich finde, das darf alles nebeneinander existieren.
Man kann sich mit der eigenen Geschichte beschäftigen, wichtige Entscheidungen hinterfragen und über die Zukunft nachdenken. Und man kann dabei trotzdem lachen, genießen und jede Menge Spaß haben.
Vielleicht sogar gerade deshalb.
Meer vom Leben – was bedeutet das eigentlich?
Wir treffen in unserem Leben viele Entscheidungen. Wir lernen einen Beruf, bauen uns etwas auf, übernehmen Verantwortung, gehen Beziehungen ein und richten uns in unserem Alltag ein. Vieles davon ist gut und richtig. Es darf nur irgendwann auch wieder neu betrachtet werden.
Eine Freundin hat dazu einmal einen Gedanken formuliert, mit dem auch Carl Gustav Jung sich beschäftigt hat. Und zwar, welche Aufgaben die zweite Lebenshälfte mit sich bringt. Es geht dabei unter anderem darum, sich nicht nur an äußeren Erwartungen und den Rollen zu orientieren, die man im ersten Teil des Lebens aufgebaut hat, sondern sich stärker mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Was passt heute noch zu mir? Was möchte ich weiterführen? Was darf sich verändern? Und was habe ich vielleicht viel zu lange auf später verschoben?
Gerade wir Frauen mit Berufs- und Lebenserfahrung haben oft schon unglaublich viel geleistet. Wir haben so viel Lebenszeit damit verbracht, uns etwas aufzubauen, eventuell eine Familie groß zu ziehen, haben diverse Krisen gemeistert und Verantwortung getragen. Ich schreibe hier in der Wir-Form, weil ich genau das alles kenne und mir diese Fragen in den letzten Jahren alle selber gestellt habe.
Und vielleicht kommt in der zweiten Lebenshälfte oder auch nach einem wichtigen Lebenseinschnitt eine Zeit, in der wir uns wieder mehr um uns selber kümmern dürfen. Und dabei müssen wir absolut nicht alles hinschmeißen und bei null anfangen.
Aber wir dürfen neu wählen.
Vielleicht verändert sich der Beruf. Vielleicht die Art zu arbeiten. Vielleicht entsteht eine Idee, die schon lange im Hinterkopf wartet. Vielleicht möchte man wieder mehr reisen, neue Menschen kennenlernen, eine Gemeinschaft aufbauen oder sich selbst mehr Raum geben.
Es muss nicht immer gleich das ganz große Lebensprojekt sein. Manchmal fängt „Mehr vom Leben“ mit einer einzigen Frage an:
Was möchte ich eigentlich, wenn ich einmal nicht nur daran denke, was vernünftig, erwartet oder praktisch wäre?
Ich glaube, dass in dieser Frage unglaublich viel steckt.
Und ich glaube auch, dass wir uns gegenseitig dabei unterstützen können, sie überhaupt zu stellen. Das wäre dann wohl in diesem Rahmen meine Aufgabe.
Eine Woche, die bleibt
Als die ersten Teilnehmerinnen abreisten, gab es Umarmungen, gute Wünsche und die Frage, wann wir uns wiedersehen. Am Ende der Woche war aus einer Gruppe von Frauen eine Gemeinschaft geworden, die sich auch über Korfu hinaus verbunden fühlte.
Das freut mich mega.
Und auch die Menschen, die mich hier auf Korfu schon lange kennen, haben sich mit mir gefreut. Vom Fahrer unseres Shuttle-Services, Yiotta mit ihrem Kleidergeschäft, der Goldschmied, die Inhaber diverser Cafés und Restaurants, um nur einige zu nennen. Sie waren richtig begeistert, dass ich dieses Retreat auf die Beine gestellt hatte.
Das hat mir noch einmal gezeigt, dass ich nicht nur einfach eine Woche organisiert hatte. Ich hatte etwas umgesetzt, das schon lange in mir angelegt war.
Natürlich gibt es im Nachhinein Kleinigkeiten, die ich beim nächsten Mal anders vorbereiten würde. Ein paar Abläufe kann man noch besser planen. Und manches lernt man eben erst, wenn man es tatsächlich macht.
Aber ich würde gar nicht so viel verändern wollen.
Die Mischung aus Workshops, Freizeit, Gemeinschaft, Tiefe und Leichtigkeit hat für mich wunderbar funktioniert. Und gerade die Flexibilität, spontan etwas anders zu machen, gehörte dazu.
Zwei Teilnehmerinnen haben schon gesagt, dass sie nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein möchten. Das freut mich riesig. Und damit sind von den 8 Plätzen nur noch 6 frei. Setz dich besser gleich auf die Warteliste für 2027:
Naja, aber vielleicht fällt mir ja noch mehr ein. Die Chance ist groß. Aber noch kann ich nicht sagen, was alles entsteht. Was ich aber schon sagen kann: Ich freue mich darauf, auf alles was kommt.
Denn diese Woche hat mir gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen zusammenkommen, die offen sind, sich selbst und andere neu zu entdecken.
Und sie hat mir gezeigt, dass ich etwas tun darf, das mir wirklich entspricht.
Menschen zusammenbringen. Möglichkeiten sichtbar machen. Räume schaffen, in denen etwas in Bewegung kommt.
Nicht, weil ich dafür eine perfekte Anleitung habe. Sondern weil ich es gern tue und weil es offenbar zu mir gehört.
Vielleicht ist genau das mein persönliches „Mehr vom Leben“: nicht irgendwann ein ganz anderes Leben zu führen, sondern immer mehr von dem zu leben, was längst in mir steckt.
Mit Meerblick, guten Gesprächen, einer Prise Pumuckl und gelegentlich einer Katze, die möglicherweise Lothar heißt.
Menschen. Möglichkeiten. Mehr vom Leben.
Ich glaube, da geht noch einiges.
Deine Sandra
Neugierige und ungeduldige bitte hier entlang:
